Vortrag über Mikroskopie auf 33C3 von aus Bad Oeynhausen stammendem Physiker

André Lampe ist Physiker, Wissenschaftskommunikator und Science-Slammer – und stammt aus Bad Oeynhausen. Jetzt hat er auf dem 33. Chaos Communication Congress (33C3) des Chaos Computer Clubs einen Vortrag zur Mikroskopie gehalten: »Es sind die kleinen Dinge im Leben – von Mikroskopen, Wahrnehmung und warum das kaum jemanden interessiert«.

André Lampe hat die vergangenen sechs Jahre ein dSTORM-Mikroskop zur Verwendung in der Biochemie gebaut und erzählt über die Probleme und Lösungsmöglichkeiten bei Hochauflösungsmikroskopie. Bei seinem humorvollen, knapp 23-minütigem Vortrag (anschließend Fragen aus dem Publikum) sollte man sich nicht von einigen Fachbegriffen abschrecken lassen, ein grobes Verständnis der vorgestellten Verfahren sollte möglich sein – und man wird mit schönen Bildern und Videos unterhalten.

Informationsveranstaltung zur Polizeiumstrukturierung am 29. September in Wandelhalle

Die Kreispolizeibehörde lädt ein zu einer Bürgerinformation am Donnerstag, den 29. September 2016 um 19:00 Uhr in der Wandelhalle im Kurpark von Bad Oeynhausen. Einlaß ab 18 Uhr.

Der Landrat und damit Leiter der Kreispolizeibehörde Dr. Ralf Niermann (SPD), der Abteilungsleiter Polizeidirektor Detlef Stüven und der Leiter der Direktion Kriminalität Kriminaloberrat Björn Brocks informieren über die Umstrukturierung der Polizei im Kreis Minden-Lübbecke im Projekt »Perspektive Minden-Lübbecke 2023«.

Für Bad Oeynhausen bedeutet diese Neuorganisation für die Polizeiwache an der Blücherstraße insbesondere, daß ab dem Jahr 2017

  1. der vor allem für die Anzeigenaufnahme – was höchstens zweimal pro Woche genutzt wurde – wachhabende Beamte im Innendienst nachts von 21:30 bis 06:30 Uhr und an Wochenenden von 18:00 bis 10:00 Uhr nicht mehr in der Polizeiwache in Bad Oeynhausen anwesend sein wird;
  2. die Kriminalpolizei an den Standort Minden verlegt wird.

Der Streifendienst soll unverändert bleiben. Im Wachdienst arbeiten 32 Beamte, einige in Teilzeit – ihre Anzahl soll nicht reduziert werden.

Anrufe auf der Polizeiwache Bad Oeynhausen werden zu unbesetzten Zeiten in die Einsatzleitstelle nach Minden durchgestellt, Besucher können sich bei unbesetzter Wache per Türsprechanlage in Minden melden.

Einige Bürger und Politiker befürchten jedoch eine Verringerung der Polizeipräsenz und -qualität; es wurden 2880 Unterschriften gegen die Umstrukturierung gesammelt. Diese Befürchtungen sollen in der Informationsveranstaltung mit Frage- und Diskussionsrunde ausgeräumt werden.

Bisherige Berichterstattung zur Polizei-Umstrukturierung in Presse und Politik

Statistik: Planstellen und Einsatzreaktionszeiten

Die CDU-Landtagsabgeordnete Kirstin Korte hatte Anfang 2016 Kleine Anfragen an die Landesregierung zur Polizei im Kreis Minden-Lübbecke gestellt und Antworten erhalten.

Planstellen und Personalentwicklung

Den Polizeiwachen im Kreis Minden-Lübbecke zur Verfügung stehende Planstellen zum Stichtag 31. Januar 2016:

PolizeiwachePlanstellen
Minden73,93
Bad Oeynhausen36,87
Lübbecke35,55
Espelkamp20,63
Porta Westfalica20,22
Petershagen11,00
Gesamt198,20

Die Antwort auf die Kleine Anfrage 4457 enthält außerdem die damligen Besetzungs- und Öffnungszeiten der Polizeiwachen. Weiterhin wird darauf hingewiesen, daß der Polizei im Kreis 94 Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Planstellen (gerundet) für Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten in der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke zum 1. Oktober eines Jahres von 2011 bis 2015:

Aufgaben20112012201320142015
Gefahrenabwehr/Einsatz234231238238237
Kriminalität9393918584
Verkehr4648484948
Gesamtbehörde393396398396397

Die Antwort auf die Kleine Anfrage 4355 enthält außerdem Zahlen für Zurruhesetzungen, Neuzugänge und Abwesenheiten.

Geplante Zurruhesetzungen in der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke für die Jahre 2016 bis 2020:

JahrGeplante Zurruhesetzungen
20168
201718
201825
201916
202027

Einsatzreaktionszeiten

Die Einsatzreaktionszeit (ERZ) ist eine Durchschnittszeit in Minuten:Sekunden, wie lange die Polizei benötigt, um nach einer von Außen veranlaßten Alarmierung (etwa per telefonischem Notruf) an einem Einsatzort einzutreffen. Nachfolgend werden die Einsatzreaktionszeiten in den Jahren von 2009 bis 2015 für die Polizeiwachen in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford, sowie gesamt für den jeweiligen Kreis und dem Durschschnitt für ganz Nordrhein-Westfalen aufgelistet.

Das Innenministerium gibt zu diesen Zahlen zu bedenken:

Darüber hinaus sind Einsatzaufkommen bestimmten örtlichen und zeitlichen Schwankungen unterlegen.

Die Einsatzreaktionszeit bildet den Durchschnitt aller außenveranlassten Einsätze ab. Darin enthalten sind auch Einsätze, für deren Wahrnehmung nicht immer höchste Eile geboten ist (z.B. Verkehrsbehinderungen). Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass bei einer gleichzeitigen Häufung von Einsatzanlässen und einer damit verbundenen Auslastung von Funkstreifenwagenbesatzungen eine Priorisierung der Einsatzwahrnehmung erfolgen muss.

Die polizeiliche Präsenz muss zielgerichtet und unabhängig von der Wahrnehmung von Notrufeinsätzen organisiert werden. Eine Reduzierung alleine auf die Einsatzreaktionszeiten würde eine unzulässige Verengung der Ziele und Erfolge polizeilicher Arbeit darstellen.

»Außenveranlaßte Einsätze«

Polizeiwache2009201020112012201320142015
Minden12:4113:3613:3613:1112:5913:1013:47
Lübbecke13:4813:5414:0914:3015:0515:2516:51
Bad Oeynhausen11:0011:3711:2111:2111:0011:2812:55
Porta Westfalica12:1512:5513:0413:1113:2313:3615:07
Espelkamp12:3512:5012:4112:2012:5312:5914:10
Petershagen13:4814:1413:3014:5114:1514:3414:49
Kreis Minden-Lübbecke12:2713:0413:0012:5813:0013:1514:16
Herford11:5513:0412:2011:4912:0012:2412:47
Vlotho11:3512:1014:1813:0313:0313:0213:48
Enger12:3712:5114:2814:0513:4614:1114:17
Bünde13:0013:3013:5113:1213:5714:1714:24
Löhne13:2813:1814:0113:4713:5014:0614:05
Kreis Herford12:2613:0713:1612:4412:5913:1813:35
Nordrhein-Westfalen14:1014:3014:1714:1914:2714:2214:56

»Notruf 110«

Polizeiwache2009201020112012201320142015
Minden12:4713:3913:5413:2113:0813:2314:10
Lübbecke15:4516:3015:4815:5817:0117:0618:58
Bad Oeynhausen13:3414:1013:3113:0312:5013:2315:08
Porta Westfalica13:1713:5514:0113:4814:0514:3515:36
Espelkamp14:5415:1314:3414:0014:2914:4515:11
Petershagen15:1415:3114:4415:2715:2715:4016:30
Kreis Minden-Lübbecke13:4214:2314:0913:5013:5914:1515:21
Herford12:0213:1112:2311:5712:0612:4213:13
Vlotho12:5614:0516:0915:1214:3814:2015:35
Enger14:0514:0315:4115:0014:5615:0915:19
Bünde13:5214:2214:2313:5815:0615:2115:40
Löhne14:2114:3015:2515:0215:0215:1715:22
Kreis Herford12:5913:4513:4813:1813:3613:5814:27
Nordrhein-Westfalen15:1615:3915:2515:2715:3715:3216:14

»Täter am Ort«

Polizeiwache2009201020112012201320142015
Minden6:325:495:565:235:316:465:56
Lübbecke11:318:145:567:247:337:309:03
Bad Oeynhausen5:084:586:184:365:155:115:02
Porta Westfalica8:228:505:537:007:476:246:27
Espelkamp8:437:555:475:137:486:377:11
Petershagen9:0910:419:087:116:416:528:20
Kreis Minden-Lübbecke7:206:316:045:396:146:416:24
Herford4:413:444:415:353:184:316:12
Vlotho6:505:416:036:093:137:398:17
Enger6:235:5914:373:199:377:208:21
Bünde4:393:423:204:483:513:506:02
Löhne5:194:205:576:485:074:595:54
Kreis Herford5:034:354:325:364:304:467:46
Nordrhein-Westfalen5:595:565:465:385:415:335:50

»Verkehrsunfall mit Personenschaden«

Polizeiwache2009201020112012201320142015
Minden8:029:029:028:119:259:139:17
Lübbecke12:2512:5414:5812:1814:3413:3514:07
Bad Oeynhausen9:309:3610:309:518:1610:309:39
Porta Westfalica10:5310:299:1010:079:109:1211:24
Espelkamp9:3710:5110:1612:2011:2610:2510:50
Petershagen8:0110:079:3110:3512:0810:0511:39
Kreis Minden-Lübbecke9:4110:1910:369:5910:3510:2910:58
Herford8:069:427:528:007:597:458:11
Vlotho7:507:469:509:159:168:4711:17
Enger8:3210:249:509:339:309:028:38
Bünde9:058:509:4410:479:379:319:35
Löhne11:289:2611:2011:3110:4010:4910:10
Kreis Herford8:489:219:139:369:089:119:13
Nordrhein-Westfalen9:389:529:299:329:419:339:54

Brief des Landrats an den Landesinnenminister mit Bitte um mehr Personal

Bereits am 3. Februar 2016 hat Landrat Dr. Ralf Niermann (SPD) als Leiter der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke einen Brief an den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger (SPD), geschrieben und um mehr Personal gebeten. Drei nachfolgend aus dem Brief zitierte Absätze erklären die Situation im Kreis Minden-Lübbecke und die geplante Umstrukturierung:

Bedauerlicherweise muss ich Ihnen mitteilen, dass bei der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke eine rückläufige Personalstärke zu beklagen ist. Weiterhin weist die heimische Kreispolizeibehörde neben einer Vielzahl von Überstunden auch einen sehr hohen Altersdurchschnitt auf, wodurch nicht alle Beamtinnen und Beamten uneingeschränkt im Wachdienst einsetzbar sind. Hinzu kommt die auf uns zurollende Pensionierungswelle.

Die Summe dieser Fakten zwingt uns zu notwendigen Anpassungen in der Ablauforganisation, wie zum Beispiel bei dem Funktionsbesetzungsplan und der Anzeigenaufnahmepräsenz in den Wachen. Schon bei zuletzt veranlassten und vergleichsweise überschaubaren Veränderungen sind besorgte Bürger-, Medien- und Politikreaktionen nicht ausgeblieben, was die besondere Sensibilität der Bevölkerung zu dieser Thematik untermauert.

Bei einer Flächenbehörde wie dem Kreis Minden-Lübbecke ist eine dezentrale Behördenstruktur, insbesondere im Bereich der Polizeiwachen und Kommissariate, ein wichtiger Baustein für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Diese Dezentralität halte ich für herausragend wichtig und möchte sie als Kernmarke der Sicherheitsstruktur im ländlichen Raum keinesfalls aufgeben. Dafür brauche ich allerdings das notwendige Personal.

Filmtip: »Democracy – Im Rausch der Daten« am 26. September im UCI-Kino Bad Oeynhausen

Nach bald einem Jahr Wartezeit ist endlich eine interessante Dokumentation einmalig am 26. September um 17 Uhr in der UCI-Kinowelt in Bad Oeynhausen zu sehen:

Democracy – Im Rausch der Daten

Filmplakat: »Democracy – Im Rausch der Daten. DER FILM über unsere digitale Zukunft.« Der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht steht in Anzug mit Krawatte und Blick auf sein Smartphone vor einem übermannhohen Papierstapel, der das Gesetzeswerk der EU-Datenschutzgrundverordnung symbolisiert. Mit »Ein dokumentarisches Meisterwerk!« wird die Deutsche Film- und Medienbewertung über den Film zitiert.

Filmplakat »Democracy – Im Rausch der Daten« (via kinofreund)

Die Dokumentation von David Bernet zeichnet den Weg der Europäischen Datenschutzgrundverordnung nach, eines der wichtigsten Gesetzeswerke dieses Jahrhunderts.

Der junge deutsche Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht (Grüne) ist als Berichterstatter des Europaparlaments für diese Datenschutzreform eine der Hauptpersonen, die in Zeiten von Big Data und allumfassender Überwachung – die mitten im Gesetzgebungsprozeß im Jahr 2013 von NSA-Whistleblower Edward Snowden bewiesen wurde – für den Schutz der Daten der Bürger kämpfen. Besonders Jan Philipp Albrecht, aber auch andere Politiker wie EU-Kommissarin Viviane Reding, Mitarbeiter, Lobbyisten und Aktivisten wurden ab 2012 zweieinhalb Jahre für den Film begleitet.

Die 100 Minuten lange Dokumentation gibt einen Einblick in die spannenden, uns alle betreffenden Themen Datenschutz und Politik und zeigt den hohen persönlichen Einsatz engagierter Politiker und Aktivisten in Brüssels Machtzentrale voller Komplexität und Bürokratie.

Der Film wird am Montag, dem 26. September 2016 um 17:00 Uhr in der UCI-Kinowelt Bad Oeynhausen gezeigt.

Spenge bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich

(English translation below.)

Bei der Fußballeuropameisterschaft 2016 in Frankreich sieht man bei vielen Spielen ein schwarzes Banner mit den weißen Buchstaben »SPENGE« an der Bande vor den Zuschauerrängen, hinter einem Tor oder in Höhe Spielfeldmitte angebracht, oft neben einem Banner mit Aufschrift »HALLE/S.« (für die Stadt Halle an der Saale).

Das Banner wird vom knapp über 30-jährigen Daniel S. angebracht, der aus Spenge stammt. Spenge ist eine Kleinstadt mit um die 15000 Einwohner im Nordosten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Westen Deutschlands.

Die nächste große Stadt ist Bielefeld und entsprechend wurde Daniel bereits als kleiner Junge von seinem Vater zu Spielen des DSC Arminia Bielefeld mitgenommen. Ein kleines Logo von Arminia Bielefeld befindet sich auch auf dem Banner. Daniel wurde Fußballfan, auch der deutschen Fußballnationalmannschaft, der er seit Jahren zu jedem Spiel weltweit folgt. Er ist als Groundhopper unterwegs, um möglichst viele Spiele (nicht nur der Deutschen) in vielen Stadien zu sehen; bei Turnieren wie der Europa- oder Weltmeisterschaft täglich mindestens ein Spiel – neben Sehenswürdigkeiten des jeweiligen Landes und der Spielorte.

Bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat er sogar an manchen Tagen, unterwegs mit Freunden, zwei Spiele am Tag geschafft, wie die Zeitung Neue Westfälische damals berichtete.

English Translation

At the 2016 UEFA European Championship in football in France, at many mateches one sees a black banner with white letters reading “SPENGE”, attached behind a goal or near the mid-range of the playing field, next to a banner reading “HALLE/S.” (for the town of Halle an der Saale in eastern Germany).

The banner is brought to the stadium by Daniel S., a thirty-something from Spenge. Spenge is a small town of about 15000 residents in the north east of the state North Rhine-Westphalia in western Germany.

The nearest big city is Bielefeld and therefore his father went with Daniel to matches of the football club DSC Arminia Bielefeld when es was a little boy. A small Arminia logo is on the right of the banner. Daniel became fan of football, also of the German national team that he attends to every match worldwide for a long time. He is groundhopping to watch as many matches (not only German) in as many stadiums as possible. At tournaments like European or world championships he attends at least one match a day – besides sightseeing of cities and country.

At the world championship 2010 in South Africa on some days he even attended two matches with friends, as the German newspaper Neue Westfälische reported then.

Bundesverkehrswegeplan 2030: Kein Ausbau der Südbahnstrecke, Neubau der B61 in Dehme

Am Mittwoch, dem 16. März 2016 hat der Bundesverkehrsminister den Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgestellt.

Schienennetz

Auf den Ausbau der Südbahntrasse über Löhne, Bad Oeynhausen, Hameln, Elze für Güterverkehr mit zweitem Gleis und Elektrifizierung wird verzichtet (das wäre die zweite Baustufe des entsprechenden Projekts).

Stattdessen soll im vordringlichen Bedarf die Nordbahntrasse (Strecke Hannover – Bielefeld) als Engpaßbeseitigung ausgebaut und zwei der vier vorhandenen Gleise zwischen Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Löhne ertüchtigt werden für eine Maximalgeschwindigkeit von 180 km/h. Dafür gibt es aber noch keine Planung.

Straßennetz

Derzeit gebaut werden:

  • Vierspuriger Neubau der A30 zwischen Löhne und Bad Oeynhausen-Rehme (Nordumgehung) auf 9,5 Kilometern für 35,6 Millionen Euro.
  • Zweistreifiger Neubau der B611 von Vlotho-Exter bis Löhne-Wittel (A2 – L860) auf 5,2 Kilometern für 22 Millionen Euro.

Neue Vorhaben als weiterer Bedarf mit Planungsrecht:

  • Zweispuriger Neubau der Dehmer Straße / B61 in Bad Oeynhausen-Dehme (Vorm Berg) auf 3,8 Kilometern für 13,4 Millionen Euro (noch ohne Planungsbeginn).
  • Erneuerung der Weserbrücke der B482 in Porta Westfalica von der A2 mit Erweiterung auf vier Fahrspuren auf 4,7 Kilometern für 16 Millionen Euro (noch ohne Planungsbeginn).

Neue Vorhaben als weiterer Bedarf:

  • Erweiterung der B482 auf drei Fahrspuren in Porta Westfalica (L780 – L764) auf 1,3 Kilometern für 24,3 Millionen Euro (noch ohne Planungsbeginn).

Entfallen ist der achtspurige Ausbau der A2 (derzeit sechs Fahrspuren).

Bewertung

In Bad Oeynhausen und anderen Städten an der Trasse war der angedachte Ausbau der Südbahnstrecke unerwünscht und hatte zu umfangreichen Protesten geführt. Dementsprechend ist man froh, daß die Südbahn nicht für Güterverkehr ausgebaut wird. Bei der Nordbahnstrecke muß man die Planung abwarten.

Andererseits ist man überrascht und verärgert, daß die B61 in Dehme – zwischen Dehmer Spange und Weserauentunnel in Porta Westfalica – aus- bzw. neugebaut werden soll. Eine weitere Verkehrsbelastung dort nach Fertigstellung der Nordumgehung wird von Politik und Bürgern in Bad Oeynhausen abgelehnt.

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 ist noch ein Entwurf. Das Bundesministerium für Verkehr nimmt vom 21. März bis 2. Mai Stellungnahmen in einer Öffentlichkeitsbeteiligung entgegen. Er wird danach überarbeitet und dann wird über ihn im Bundestag abgestimmt.

Daß Projekte im langfristigen, alle 15 Jahre bearbeiteten Bundesverkehrswegeplan auftauchen, heißt noch nicht, daß sie auch umgesetzt werden. Denn viele müssen erst noch geplant und finanziert werden. Konkrete Projekte werden erst mit Beschluß entsprechender Gesetze auf den Weg gebracht, vielleicht gegen Ende des Jahres 2016.

Nachtrag vom 2016-03-18:

Offensichtlich wurde der Neubau der B61, östlich der bisherigen Strecke, von Dehmer Spange bis Weserauentunnel in Porta Westfalica, auf Drängen der der Industrie- und Handelskammer (IHK) in den Bundesverkehrswegeplan eingebracht. Er soll auf Planungen des Landesbetriebs Straßen NRW aus dem Jahr 2013 basieren.

  • Neue Westfälische Bad Oeynhausen Nr. 66/2016:
    Dehmer Straße erhitzt die Gemüter
    – Bundesverkehrswegeplan: Die Bundestagsabgeordneten Schwartze (SPD) und Ostermann (CDU) wollen sich dafür stark machen, den Ausbau der B61 in den Planungen des Bundesverkehrsministers wieder zu streichen; 2016-03-18
  • Neue Westfälische Bad Oeynhausen Nr. 66/2016:
    Rätselraten um die Nordbahnpläne (Artikel nicht online)
    – Verkehrsplanung: Noch scheint nicht abschließend geklärt zu sein, ob die Bahnstrecke nach Hannover durchgehend viergleisig werden soll. Verwaltung und Politik sind erleichtert, dass die Ausbaupläne für die Südbahn vom Tisch sind; 2016-03-18
  • SPD Bad Oeynhausen:
    Licht und Schatten im Bundesverkehrswegeplan für Bad Oeynhausen;
    2016-03-18
  • Westfalen-Blatt Bad Oeynhausener Zeitung Nr. 66/2016:
    Widerstand nimmt Form an (Artikel nicht online)
    – Bundesverkehrswegeplan: breite Ablehnung zum B 61-Ausbau – Unklarheit zur Nordbahn; 2016-03-18
  • Westfalen-Blatt Bad Oeynhausener Zeitung Nr. 66/2016:
    »Der Minister besitzt keine Ortskenntnisse« (Artikel nicht online)
    – Absage für Südbahn-Pläne – B 61-Ausbau: Chefs der Ratsfraktionen beziehen mit klaren Worten Position; 2016-03-18
  • Westfalen-Blatt Bad Oeynhausener Zeitung Nr. 66/2016:
    Freude bei der IHK (Artikel nicht online)
    – B 61: Bedarf vordringlich; 2016-03-18

Bad Oeynhausen nicht auf Liste »Deutschlands größter Stau-Fallen«

Spiegel Online titelt heute »Verkehrsstudie: Deutschlands größte Stau-Fallen«. Das auf Verkehrsdatenanalyse spezialisierte Unternehmen Inrix hat berechnet, wie lange im Jahr 2015 Autofahrer in deutschen Städten im Stau standen.

So oft sich Auswärtige und Einheimische über die Verkehrssituation in Bad Oeynhausen beschweren, besonders über Staus auf der »Stadtautobahn« Kanalstraße/Mindener Straße (B61) zwischen A30 und A2 – da dürfte man doch Bad Oeynhausen in einer Auflistung als »Stau-Falle« erwarten?

Dem ist aber nicht so. Die Städte mit den langandauerndsten Staus waren 2015 laut Inrix:

PlatzStadtStau-Stunden
1Stuttgart73
2Köln71
3Karlsruhe54
4München53
5Düsseldorf50
6Hamburg45
7Nürnberg39
8Bonn38
9Saarbrücken35
10Ruhrgebiet35

Und auch bei den verkehrsreichsten Straßen kamen weder A2, A30 noch B61 vor, sondern etwa die B2R in München, A1 in Köln, A46 und B224 im Ruhrgebiet, B27 und B10 in Stuttgart.

Also alles in Ordnung, ist das mit den Staus in Bad Oeynhausen gar nicht so schlimm? Das kann anhand dieser Inrix-Studie gar nicht gesagt werden, denn es wurden dort nur 22 Ballungsräume in Deutschland untersucht.

Im Jahr 2009 befuhren die A2 in Ostwestfalen 99000 Fahrzeuge pro Tag. In Bad Oeynhausen wurden auf der Mindener Straße in einer Verkehrszählung im Jahr 2011 immerhin 41000 Fahrzeuge am Tag gezählt, mit Erreichen der Kapazitätsgrenze von 3500 Kraftfahrzeugen pro Stunde von morgens bis abends. Vielleicht hätte es Bad Oeynhausen ja doch in die Top Ten geschafft, wenn die Daten nicht nur für Ballungsräume ausgewertet würden? Aber auch so ist man ja durch die Staumeldungen medial präsent, bis irgendwann in mehr oder weniger ferner Zukunft die Nordumgehung fertiggestellt sein wird.

Freitag ist Grundschule Rehme-Oberbecksen wegen Heizungsdefekt geschlossen

Seit Donnerstagmittag, dem 21. Januar 2016 und auch am Freitag, dem 22. Januar ist die Grundschule Rehme-Oberbecksen geschlossen. Grund ist eine defekte Heizungsanlage, die bereits repariert wird.

Für die Kinderbetreuung hat die Grundschule in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde eine Notgruppe im Gemeindehaus eingerichtet. betroffene Eltern können sich telefonisch an die Schule wenden.

Am Freitag wird sich im Laufe des Tages zeigen, ob der Unterricht am Montag, dem 25. Januar wie gewohnt stattfinden kann. Man möge sich darüber auf der Website der Grundschule Rehme-Oberbecksen zu informieren.

Stromausfall in Gütersloher Rechenzentrum sorgt für zahlreiche Ausfälle bei Telefon, Internetzugang und großer Websites

Am Samstagmorgen, dem 21. November 2015 meldeten zahlreiche Internetnutzer – besonders aus Ostwestfalen, Münsterland und dem Ruhrgebiet – Störungen ihrer Telefonie (Mobilfunk und Festnetz) und Internetzugänge (Mobilfunk und Festnetz/DSL) bei O2 und Resellern oder Marken wie 1&1, E-Plus oder Fonic.

Weiterhin waren zahlreiche deutschsprachige Websites weltweit nicht erreichbar, zum Beispiel von großen Medien wie Spiegel Online, Focus Online, blick.ch, wetter.com, Maxdome, fussball.de, tv-spielfilm.de, und viele mehr.

Ostwestfälische Telekommunikationsinfrastrukturapokalypse

Gegen Mittag wurde bekannt, daß ein Stromausfall in einem Rechenzentrum in Gütersloh Ursache für die Ausfälle war. Bei dem Stromausfall, wohl nach Wartung der Unterbrechungsfreien Stromversorgung, wurde ein Switch für die Internetanbindung nach Außen beschädigt (ein Lichtwellen-Multiplexer (LWL-Multiplexer)) und mußte ausgetauscht werden, woran noch bis in den Samstagabend gearbeitet wurde. Gleichzeitig wurden viele Websites in andere Rechenzentren umgezogen bzw. über eine andere Internetanbindung verfügbar gemacht, womit sie am Nachmittag wieder erreichbar waren.

Bei dem Rechenzentrum handelt es sich um eines der größten in Europa, welches in den 1990ern von Mediaways aufgebaut wurde. Mediaways gehörte zu Bertelsmann, schon damals wurden dort viele Online-Medien gehostet. Im Jahr 2001 wurde Mediaways an Telefonica verkauft – O2 und E-Plus gehören zu Telefonica. Das Hosting-Geschäft der Telefonica Germany Online Services GmbH (TOS) und damit das Rechenzentrum wurde 2013 von Host Europe übernommen (Marke Plusserver). Betrieben wird das Rechenzentrum von der zu Bertelsmann gehörigen Arvato Systems.

Der O2-Reseller Easybell berichtete auf seiner Störungswebsite und auf Twitter, daß ein beschädigtes Glasfaserkabel zwischen Bielefeld und Düsseldorf für die Ausfälle in den Postleitzahlbereichen 3, 4 und 5 verantwortlich sei. Laut O2 auf ihrer Facebookseite war für die Ausfälle bei O2 der Stromausfall und Schaden im Rechenzentrum Gütersloh Ursache.

Medienberichte

Nachtrag vom 2015-11-24: Spiegel Online berichtet über seinen Ausfall:

Bei teltarif.de gibt es Hintergründe zum Ausfall:

Die Neue Westfälische Gütersloh hat einen Artikel nachgeschoben:

Auch Freifunk Gütersloh hat einen Teil seiner Infrastruktur in dem Rechenzentrum und war vom Ausfall betroffen:

Internet-Breitbandausbau in Bad Oeynhausen

Vorwahl 05731: VDSL mit Vectoring der Deutschen Telekom ab 9. November

Ein halbes Jahr lang hat die Deutsche Telekom 129 Kabelverzweiger (von 188 insgesamt) im Telefonvorwahlbereich 05731 in Bad Oeynhausen und Löhne zu Outdoor-DSLAMs aufgerüstet und 80 Kilometer Glasfaster zwischen diesen Multifunktionsgehäusen und den Vermittlungsstellen gelegt.

Damit wird VDSL realisiert: Anstatt einer langen Kupferleitung aus der Vermittlungsstelle über den Kabelverzweiger über die Teilnehmeranschlußleitung zum Hausanschluß verkürzt sich das dämpfungsanfällige Kupferkabel auf die Strecke zwischen Outdoor-DSLAM (ehemaligem Kabelverzweiger) und Hausanschluß. Damit wird die Internetgeschwindigkeit erhöht.

Außerdem wird das Vectoring-Verfahren verwendet, welches Störungen auf den Leitungsbündeln vermindert. Das funktioniert aber nur für kurze Entfernungen (einige hundert Meter) zwischen Outdoor-DSLAM und Hausanschluß.

Deshalb werden sicher nicht alle Interessierten die in der Werbung versprochenen Geschwindigkeiten von 50 oder gar 100 Megabit pro Sekunde erreichen können. Auch ist es für Vectoring notwendig, daß alle Leitungen eines Bündels von genau einem Telekommunikationsanbieter geschaltet werden. Konkurrenzunternehmen der Telekom müssen somit einen Bitstromzugang bei der Telekom mieten.

Der Testbetrieb wurde nun beendet. Ab Montag, dem 9. November 2015 können die erhöhten Internetgeschwindigkeiten durch VDSL und Vectoring genutzt werden – wenn ein entsprechender Vertrag abgeschlossen wurde.

Auch die Verfügbarkeitsprüfung der Telekom, wo man sehen kann, welche Geschwindigkeiten und Verträge an seiner Anschrift ungefähr möglich sind, wurde nun aktualisiert: Verfügbarkeitsprüfung der Deutschen Telekom.

Erfahrungsgemäß erhält man an der Telefonhotline der Telekom, im Ladengeschäft und auch auf der Website immer wieder unterschiedliche Angaben. Hier sollte man mehrfach nachfragen und sich Angaben wenn möglich schriftlich geben lassen.

Ist man Kunde bei einem Konkurrenten der Deutschen Telekom, sollte man bei ihm nachfragen, ob sich auch dort die Internetgeschwindigkeit mittels VDSL und womöglich auch Vectoring (Bitstromzugang) jetzt nach dem Ausbau erhöhen läßt.

Bitte auch beachten, daß die Deutsche Telekom Telefonanschlüsse mit ISDN und analog abschafft und man mit einem Vertragswechsel auf Voice over IP umgestellt wird (was spätestens 2018 sowieso geschehen wird).

Sollte man trotz des VDSL-Ausbaus immer noch zu geringe Bandbreite an seinem Anschluß haben, könnte man einen Hybrid-Vertrag der Telekom nutzen, in dem sie mit geringem Aufpreis für die Hardware (Zugangsrouter) die Unterstützung des kabelgebundenen Internetzugangs per LTE-Funk anbietet.

Ausführliche Informationen auch im Blogeintrag über die Infoveranstaltung vom 11. Mai.

Vorwahl 05734: Ausbau erfolgt, nutzbar im ersten Quartal 2016

Auch im Telefonvorwahlbereich 05734 in Volmerdingsen und Wulferdingsen baut die Deutsche Telekom 19 Kabelverzweiger zu Outdoor-DSLAMs aus und verlegt 21 Kilometer Glasfaser von der Vermittlungsstelle zu den Multifunktionsgehäusen, um auch dort VDSL und Vectoring für Downloadgeschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s zu realisieren.

Die Arbeiten haben im August 2015 begonnen. Etwa 2800 Haushalte sollen im ersten Quartal 2016 versorgt werden. Das berichteten die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt am 19. August 2015 (Artikel nicht online).

Aktion des Kabelanbieters UnityMedia

Unterdessen gab es eine Aktion des Kabelnetzanbieters UnityMedia, bei der er einen Teil der Kosten übernimmt, wenn ein Haus an ein bereits in der Straße liegendes TV-Koaxialkabel angeschlossen werden soll, womit Internetgeschwindigkeiten bis zu 200 MBit/s erreicht werden können sollen.

Pressemitteilung von UnityMedia (PDF) vom 2015-10-22.

Freifunk Bad Oeynhausen

Wer nun an seinem Internetanschluß viel höhere Geschwindigkeiten erreicht, mag jetzt vielleicht einen Teil davon für Gäste, Besucher, Passanten mittels Freifunk-Router einfach, günstig und rechtlich problemlos zur Verfügung stellen.

Bei wem der VDSL+Vectoring-Ausbau keine Auswirkungen hatte, kann möglicherweise mit Richtfunktechnik, wie sie auch bei Freifunk verwendet wird, bei Leuten mit schnellem Internet etwas Bandbreite in Anspruch nehmen, wenn man es schafft, entsprechende Richtfunkstrecken aufzubauen.

Mehr Informationen zu Freifunk auf www.freifunk-badoeynhausen.de.


Nachtrag vom 2015-11-10: Die Neue Westfälische berichtet über den Start des VDSL+Vectoring-Betriebs der Deutschen Telekom. Leider wird nicht darauf hingewiesen, daß die beworbenen hohen Geschwindigkeiten eher theoretische Werte sind und für viele Nutzer deutlich geringer ausfallen werden.

  • Neue Westfälische Bad Oeynhausen:
    Ab sofort viel schneller ins Internet
    – Ausbau beendet: Telekom hat 80 Kilometer Glasfaser verlegt und 129 Multifunktionsgehäuse neu aufgestellt; 2015-11-10

Notunterkunft für Flüchtlinge im Bürgerhaus Rehme

Nachdem die Stadt Bad Oeynhausen am Dienstag von der Bezirksregierung Detmold aufgefordert wurde, kurzfristig eine Notunterkunft für die Erstaufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden aufzubauen, wurde am Donnerstag das Bürgerhaus Rehme dafür ausgewählt. Die ersten 150 Flüchtlinge werden am Dienstag, dem 11. August 2015 erwartet.

Die außerdem zur Auswahl stehenden Sporthallen im Schulzentrum Nord oder Süd sind nicht geeignet, da sie nach Ferienende in der nächsten Woche für den Schulsport benötigt werden, außerdem ist ihre Lage mitten auf den Schulgeländen aus Sicherheitsgründen sehr schlecht geeignet.

Da das Bürgerhaus Rehme noch bis Jahresende an Partyservice Franz verpachtet ist, wird mit ihm über eine Ablöse und eine Ausweichörtlichkeit verhandelt.

Im Bürgerhaus Rehme werden am Samstag von ehrenamtlichen Helfern der Johanniter Unfall-Hilfe und der Freiwilligen Feuerwehr Stockbetten für 150 Personen im großen und kleinen Saal aufgebaut. Die Schlafplätze können für weitere 50 Personen ausgebaut werden.

Um für 150 bis 200 Personen samt Betreuung genug sanitäre Einrichtungen – Toiletten und Duschen – zu haben, werden die des Hallenbads Rehme mitgenutzt. Hier soll ein Weg gefunden werden, damit das Hallenbad weiterhin zum Schul- und Vereinssport genutzt werden kann.

Die Johanniter Unfall-Hilfe wird die Flüchtlinge betreuuen. Außerdem wird ein Sicherheitsdienst eingesetzt.

Der Parkplatz hinter dem Bürgerhaus wird als Lagerplatz, für Zelte, Container und An- und Abreise der Flüchtlinge per Bus sowie Fahrzeuge der Hilfskräfte genutzt.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Rehme hat angeboten, Räume des Martin-Luther-Hofes gegenüber des Bürgerhauses zur Verfügung zu stellen. Dort soll die Verpflegung der Flüchtlinge und Essensausgabe durch die Diakonische Stiftung Wittekindshof stattfinden. Auch Kinder sollen dort betreut werden.

Das Krankenhaus Bad Oeynhausen hat sich bereiterklärt, täglich für 30 Personen die für Flüchtlinge bei Erstaufnahme verpflichtenden Röntgenuntersuchungen durchzuführen.

Informationsveranstaltung am Samstagmorgen

Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann hat sich in einem Brief an die Anwohner gewendet. Die Stadt bietet am Samstag, den 8. August 2015 um 9:30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Martin-Luther-Hof in Rehme.

Kosten und Zahlen

Ein Großteil der Kosten wird vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen, da die Erstaufnahme eigentlich eine Aufgabe des Landes ist – dessen Notunterkünfte jedoch überfüllt sind, weswegen nun auch kleinere Städte wie Bad Oeynhausen aushelfen müssen.

Derzeit wohnen bereits 411 Asylsuchende in Bad Oeynhausen, 150 wurden im Jahr 2015 der Stadt neu zugewiesen. Da Bad Oeynhausen eine Notunterkunft für die Erstaufnahme stellen wird, werden die meisten Flüchtlinge aus ihr nach maximal drei Tagen Erstaufnahmeaufenthalt auf andere Kommunen verteilt werden, wo sie bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag wohnen werden.

Ehrenamtliche Hilfe und Spenden

Wer ehrenamtlich bei der Betreuung der Flüchtlinge helfenoder etwas spendenmöchte, findet E-Mail-Adressen und Telefonnummern sowie ein PDF-Formular zum Ausfüllen und Ausdrucken/Einsenden/Abgeben in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Oeynhausen.

Gesucht werden zum Beispiel Übersetzer, Betreuer, Fahrer, Handwerker.

An Sachspenden werden noch benötigt: Bekleidung und Schuhe für Säuglinge, Kinder und Erwachsene; Spielzeug; Koffer und Reisetaschen.

Bisher haben sehr viele Einwohner Bad Oeynhausens Hilfsangebote gemacht.