Bundesverkehrswegeplan 2030: Kein Ausbau der Südbahnstrecke, Neubau der B61 in Dehme

Am Mittwoch, dem 16. März 2016 hat der Bundesverkehrsminister den Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgestellt.

Schienennetz

Auf den Ausbau der Südbahntrasse über Löhne, Bad Oeynhausen, Hameln, Elze für Güterverkehr mit zweitem Gleis und Elektrifizierung wird verzichtet (das wäre die zweite Baustufe des entsprechenden Projekts).

Stattdessen soll im vordringlichen Bedarf die Nordbahntrasse (Strecke Hannover – Bielefeld) als Engpaßbeseitigung ausgebaut und zwei der vier vorhandenen Gleise zwischen Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Löhne ertüchtigt werden für eine Maximalgeschwindigkeit von 180 km/h. Dafür gibt es aber noch keine Planung.

Straßennetz

Derzeit gebaut werden:

  • Vierspuriger Neubau der A30 zwischen Löhne und Bad Oeynhausen-Rehme (Nordumgehung) auf 9,5 Kilometern für 35,6 Millionen Euro.
  • Zweistreifiger Neubau der B611 von Vlotho-Exter bis Löhne-Wittel (A2 – L860) auf 5,2 Kilometern für 22 Millionen Euro.

Neue Vorhaben als weiterer Bedarf mit Planungsrecht:

  • Zweispuriger Neubau der Dehmer Straße / B61 in Bad Oeynhausen-Dehme (Vorm Berg) auf 3,8 Kilometern für 13,4 Millionen Euro (noch ohne Planungsbeginn).
  • Erneuerung der Weserbrücke der B482 in Porta Westfalica von der A2 mit Erweiterung auf vier Fahrspuren auf 4,7 Kilometern für 16 Millionen Euro (noch ohne Planungsbeginn).

Neue Vorhaben als weiterer Bedarf:

  • Erweiterung der B482 auf drei Fahrspuren in Porta Westfalica (L780 – L764) auf 1,3 Kilometern für 24,3 Millionen Euro (noch ohne Planungsbeginn).

Entfallen ist der achtspurige Ausbau der A2 (derzeit sechs Fahrspuren).

Bewertung

In Bad Oeynhausen und anderen Städten an der Trasse war der angedachte Ausbau der Südbahnstrecke unerwünscht und hatte zu umfangreichen Protesten geführt. Dementsprechend ist man froh, daß die Südbahn nicht für Güterverkehr ausgebaut wird. Bei der Nordbahnstrecke muß man die Planung abwarten.

Andererseits ist man überrascht und verärgert, daß die B61 in Dehme – zwischen Dehmer Spange und Weserauentunnel in Porta Westfalica – aus- bzw. neugebaut werden soll. Eine weitere Verkehrsbelastung dort nach Fertigstellung der Nordumgehung wird von Politik und Bürgern in Bad Oeynhausen abgelehnt.

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 ist noch ein Entwurf. Das Bundesministerium für Verkehr nimmt vom 21. März bis 2. Mai Stellungnahmen in einer Öffentlichkeitsbeteiligung entgegen. Er wird danach überarbeitet und dann wird über ihn im Bundestag abgestimmt.

Daß Projekte im langfristigen, alle 15 Jahre bearbeiteten Bundesverkehrswegeplan auftauchen, heißt noch nicht, daß sie auch umgesetzt werden. Denn viele müssen erst noch geplant und finanziert werden. Konkrete Projekte werden erst mit Beschluß entsprechender Gesetze auf den Weg gebracht, vielleicht gegen Ende des Jahres 2016.

Nachtrag vom 2016-03-18:

Offensichtlich wurde der Neubau der B61, östlich der bisherigen Strecke, von Dehmer Spange bis Weserauentunnel in Porta Westfalica, auf Drängen der der Industrie- und Handelskammer (IHK) in den Bundesverkehrswegeplan eingebracht. Er soll auf Planungen des Landesbetriebs Straßen NRW aus dem Jahr 2013 basieren.

  • Neue Westfälische Bad Oeynhausen Nr. 66/2016:
    Dehmer Straße erhitzt die Gemüter
    – Bundesverkehrswegeplan: Die Bundestagsabgeordneten Schwartze (SPD) und Ostermann (CDU) wollen sich dafür stark machen, den Ausbau der B61 in den Planungen des Bundesverkehrsministers wieder zu streichen; 2016-03-18
  • Neue Westfälische Bad Oeynhausen Nr. 66/2016:
    Rätselraten um die Nordbahnpläne (Artikel nicht online)
    – Verkehrsplanung: Noch scheint nicht abschließend geklärt zu sein, ob die Bahnstrecke nach Hannover durchgehend viergleisig werden soll. Verwaltung und Politik sind erleichtert, dass die Ausbaupläne für die Südbahn vom Tisch sind; 2016-03-18
  • SPD Bad Oeynhausen:
    Licht und Schatten im Bundesverkehrswegeplan für Bad Oeynhausen;
    2016-03-18
  • Westfalen-Blatt Bad Oeynhausener Zeitung Nr. 66/2016:
    Widerstand nimmt Form an (Artikel nicht online)
    – Bundesverkehrswegeplan: breite Ablehnung zum B 61-Ausbau – Unklarheit zur Nordbahn; 2016-03-18
  • Westfalen-Blatt Bad Oeynhausener Zeitung Nr. 66/2016:
    »Der Minister besitzt keine Ortskenntnisse« (Artikel nicht online)
    – Absage für Südbahn-Pläne – B 61-Ausbau: Chefs der Ratsfraktionen beziehen mit klaren Worten Position; 2016-03-18
  • Westfalen-Blatt Bad Oeynhausener Zeitung Nr. 66/2016:
    Freude bei der IHK (Artikel nicht online)
    – B 61: Bedarf vordringlich; 2016-03-18

Bad Oeynhausen nicht auf Liste »Deutschlands größter Stau-Fallen«

Spiegel Online titelt heute »Verkehrsstudie: Deutschlands größte Stau-Fallen«. Das auf Verkehrsdatenanalyse spezialisierte Unternehmen Inrix hat berechnet, wie lange im Jahr 2015 Autofahrer in deutschen Städten im Stau standen.

So oft sich Auswärtige und Einheimische über die Verkehrssituation in Bad Oeynhausen beschweren, besonders über Staus auf der »Stadtautobahn« Kanalstraße/Mindener Straße (B61) zwischen A30 und A2 – da dürfte man doch Bad Oeynhausen in einer Auflistung als »Stau-Falle« erwarten?

Dem ist aber nicht so. Die Städte mit den langandauerndsten Staus waren 2015 laut Inrix:

PlatzStadtStau-Stunden
1Stuttgart73
2Köln71
3Karlsruhe54
4München53
5Düsseldorf50
6Hamburg45
7Nürnberg39
8Bonn38
9Saarbrücken35
10Ruhrgebiet35

Und auch bei den verkehrsreichsten Straßen kamen weder A2, A30 noch B61 vor, sondern etwa die B2R in München, A1 in Köln, A46 und B224 im Ruhrgebiet, B27 und B10 in Stuttgart.

Also alles in Ordnung, ist das mit den Staus in Bad Oeynhausen gar nicht so schlimm? Das kann anhand dieser Inrix-Studie gar nicht gesagt werden, denn es wurden dort nur 22 Ballungsräume in Deutschland untersucht.

Im Jahr 2009 befuhren die A2 in Ostwestfalen 99000 Fahrzeuge pro Tag. In Bad Oeynhausen wurden auf der Mindener Straße in einer Verkehrszählung im Jahr 2011 immerhin 41000 Fahrzeuge am Tag gezählt, mit Erreichen der Kapazitätsgrenze von 3500 Kraftfahrzeugen pro Stunde von morgens bis abends. Vielleicht hätte es Bad Oeynhausen ja doch in die Top Ten geschafft, wenn die Daten nicht nur für Ballungsräume ausgewertet würden? Aber auch so ist man ja durch die Staumeldungen medial präsent, bis irgendwann in mehr oder weniger ferner Zukunft die Nordumgehung fertiggestellt sein wird.

Vier Verletzte bei zwei Verkehrsunfällen am Freitag

Am Freitag, dem 4. Juli 2014 wollte ein 72-jähriger Mercedes-Fahrer um 12:13 Uhr von der Straße Am Großen Weserbogen nach links auf die Dehmer Straße einbiegen. Dabei stieß er mit einer von links kommenden 37-jährigen Opel-Fahrerin zusammen, die die Dehmer Straße in Richtung Minden befuhr.

Die 48-jährige Beifahrerin im Opel wurde dabei verletzt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 5000 Euro.

Am Freitag, dem 4. Juli 2014 um 13:59 Uhr befuhren eine 51-jährige Audi-Fahrerin, ein 20-jähriger Mercedes-Fahrer sowie ein 19-jähriger Mercedes-Fahrer hintereinander die Dehmer Straße in Richtung Minden.

Die Audi-Fahrerin und der folgende 20-jährige Mercedes-Fahrer mußten verkehrsbedingt anhalten. Der 19-jährige Mercedes-Fahrer fuhr auf den vor ihm haltenden Mercedes auf, woraufhin dieser auf den Audi geschoben wurde.

Die beiden Mercedes-Fahrer sowie der 24-jährige Beifahrer des 20-jährigen Fahrers wurden dabei leicht verletzt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 18500 Euro.

Schwerpunkt-Verkehrskontrolle der Polizei auf Eidinghausener Straße am Freitag

Am Freitag, dem 18. Oktober 2013 führte die Polizei von 12 bis 17 Uhr eine Schwerpunkt-Verkehrskontrolle auf der Eidinghausener Straße in Höhe des ehemaligen Kinos »Die Leiter« durch. Etwa 170 Verkehrsteilnehmer wurden kontrolliert. Es wurde auf Anzeichen für Drogenkonsum geachtet, besonders bei jungen Fahrern von 18 bis 24 Jahren, aber auch die Einhaltung anderer Verkehrsvorschriften überprüft.

An 23 Kraftfahrzeugführern wurde ein Drogenvortest durchgeführt. Bei zwei Fahrer im Alter von 18 und 47 Jahren verlief dieser positiv, ihnen drohen in einem Strafverfahren neben einer Geldstrafe ein einmonatiges Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg. Ihnen wurde am Freitagnachmittag die Weiterfahrt untersagt. Der 18-Jährige führte außerdem eine geringe Menge Marihuana mit.

21 Verkehrsteilnehmer wurden vor Ort gebührenpflichtig verwarnt, da sie andere Verkehrsvorschriften nicht eingehalten hatten. Fünf Autofahrer erhielten Anzeigen, da sie am Steuer zu Mobiltelefonen griffen oder nicht angegurtet waren.

Auch Kleintransporter wurden an den Straßenrand gewunken. Die Polizisten überprüften hier vor allem die Sozial- und Ladungsvorschriften. Gegen acht Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Übrigens: Aufmerksame Twitter-Leser wurden bereits früh über die Kontrollen informiert.

Fußgängerin nach Zusammenstoß mit Auto auf Mindener Straße gestorben

Am Dienstag, dem 19. März 2013 befuhr gegen 19.50 Uhr eine 72-jährige Frau mit ihrem BMW die Mindener Straße (B61) aus Richtung Löhne kommend und wollte nach links in die Eidinghausener Straße abbiegen. Auf der Abbiegespur bemerkte sie kurz vor dem Abbiegen einen Schlag an ihr Auto. Sie hielt an und fand neben ihrem Auto eine verletzte Frau liegen.

Die schwer verletzte Fußgängerin wurde am Unfallort notärztlich versorgt und danach vom Herzzentrum aus mit einem Hubschrauber nach Osnabrück geflogen. Am Mittwochmorgen erlag sie gegen 4.45 Uhr ihren Verletzungen.

Die BMW-Fahrerin erlitt einen Schock und wurde zur Behandlung stationär ins Krankenhaus Bad Oeynhausen eingeliefert. Die Mindener Straße wurde bis 22.15 Uhr zur Unfallaufnahme gesperrt und es wurden Umleitungen eingerichtet, es kam zu keinen Verkehrsbehinderungen.

Die Fußgängerin konnte zunächst nicht identifiziert werden. Später stellte sich heraus, daß sie eine 55-Jährige aus Bad Oeynhausen ist. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht geklärt. Unklar ist, woher die Fußgängerin kam, die beim Aufprall die rechte Winschutzscheibe des BMW beschädigte. Die Polizei sucht Zeugen.

Auf rechter Seite beschädigte Windschutzscheibe des BMWs nach Aufprall der schwer verletzten und später verstorbenen Fußgängerin auf Mindener Straße.

Auf rechter Seite beschädigte Windschutzscheibe des BMWs nach Aufprall der schwer verletzten und später verstorbenen Fußgängerin auf Mindener Straße.

Foto von Polizei Minden-Lübbecke via newsroom / presseportal.de.

Presseschau von Samstag, dem 19. Januar 2013

Freitagabend wurde Mann in Eidinghausen von zwei Männern mit Messer überfallen und beraubt

Kommunalaufsicht genehmigt und lobt den Haushalt 2013 der Stadt Bad Oeynhausen

Bürgerinitiative Wulferdingsen fordert größere Sicherheit an Kreuzung Glockenbrink, Siedinghausener Straße und Halstener Straße

Bundesarbeitsgerichtsurteil zur Erstattung von Lehrerreisekosten erschwert Finanzierung von Klassenfahrten

  • Neue Westfälische: Klassenfahrt ins Ungewisse – Urteil zur Reisekostenerstattung für Lehrer stellt Schulen vor finanzielle Probleme; 2013-01-19

Westfalen-Blatt-Interview mit Fernsehnachrichtensprecherin, die ehemalige Westfalen-Blatt-Journalistin ist

  • Westfalen-Blatt: »Ich bin kein eitler Mensch« – Dr. Katrin Prüfig ist Nachrichtensprecherin – erste journalistische Erfahrung beim Westfalen-Blatt; 2013-01-19

Verwaltungsgericht Minden: Ehemaliger Vorstandsvorsitzender muß mehr als 12000 Euro an Mühlenkreiskliniken zurückzahlen

Bau der Nordumgehungs-Meerbruchbrücke soll im Frühjahr beginnen, zu Weihnachten abgeschlossen sein

  • BBO zitiert Westfalen-Blatt: Spezieller Stahl – Für Brücke im Meerbruch; 2013-01-17

Ab Februar neuer Chefarzt der Medizinischen Klinik II im Krankenhaus Bad Oeynhausen

Löhne: Vergiftete Köder nahe Werre ausgelegt – vermutlich erneut ein Hund daran gestorben

Löhne: Mitgliederschwund in Vereinen wie Sportvereine oder Männergesangverein

Löhne: Küchenhersteller Siematic kündigt 35 Mitarbeitern

Löhne: Warmhalten auf dem Wochenmarkt im Winter – Autofahrenlernen bei Eis und Schnee

Herford: Straßen.NRW möchte B61 zwischen Füllenbruchstraße und Werre jeweils zweispurig ausbauen

Schneeräumen der Geh- und Radwege an Eidinghausener Straße – Zuständigkeit von Stadt oder Stadtwerken?

Andreas Edler berichtet in seinem Blog von teils gut, teils schlecht geräumten (benutzungspflichtigen) Geh- und Radwegen an der Eidinghausener Straße. Dafür sind an fast allen Stellen Anwohner verantwortlich.

Er fragt die Stadtverwaltung und die Stadtwerke, wer das kontrolliert und für Brücken, an denen keine Anwohner wohnen, zuständig ist. In den Antworten von Verwaltung und Stadtwerken offenbaren sich Unstimmigkeiten.

Presseschau von Donnerstag, dem 17. Januar 2013

Presseschau von Donnerstag, dem 17. Januar 2013

Polizei bietet wieder Informationsveranstaltung für ältere Verkehrsteilnehmer an

Der Schwerpunkt der kostenlosen, anmeldungspflichtigen Informationsveranstaltung für ältere Kraftfahrer soll dieses Mal auf dem Thema »Mit dem Fahrrad unterwegs« liegen. Neben Terminen in Minden, Porta Westfalica und Hüllhorst gibt es einen in Bad Oeynhausen am Montag, dem 4. Februar 2013 um 14 Uhr im Innovationszentrum Fennel.

Jugendparlament machte dem Bürgermeister Schulen und Verkehr betreffende Vorschläge

NP-Discountmarkt wurde Mittwoch am ehemaligen Standort des WEZ in Wulferdingsen eröffnet

Kostümverleih »Klimbim« bezog Neubau in Eidinghausen

Auf 11000 Quadratmetern werden 7000 Kostüme und Zubehör zum Verleih angeboten, zum Beispiel für Karneval, Oktoberfest und Weihnachten.

  • Neue Westfälische: Närrische Modewelt – Kostümverleih »Klimbim« bezieht Neubau in Eidinghausen / Von Kinder- bis Übergrößen; 2013-01-17

Mittwoch feierte Herz- und Diabeteszentrum seinen dritten Neujahrsempfang im Theater im Park

Im vergangenen Jahr 2012 wurden im Herz- und Diabeteszentrum 37000 Patienten behandelt und knapp 600 Operationen durchgeführt. Das HDZ hat etwa 2000 Mitarbeiter.

Epiphaniaskonzert fand in Werster Kirche statt

Besuchsdienst der Kirchengemeinde Eidinghausen-Dehme wurde in Gottesdienst geehrt

45 ehrenamtliche Mitglieder führen im Jahr rund 500 Gemeindebesuche in Eidinghausen und Dehme durch, besonders alten, gebrechlichen oder behinderten Menschen.

Arbeitgeber-Umfrage zeigt Ausblick auf das Jahr 2013 im Kreis Minden-Lübbecke

  • Westfalen-Blatt: Verhalten zuversichtlich – Arbeitgeberverband Minden-Lübbecke erwartet 2013 ein moderates Wirtschaftswachstum; 2013-01-17

Löhne: Funktionierender Winterdienst; kleinere Probleme mit Müllabfuhr

Porta Westfalica: Labrador-Hund führte Frauchen zu in Weser liegender hilfloser Frau

Lübbecke: Im Fundbüro abgegebene Smartphones werden auf Versteigerung auf Werkseinstellungen zurückgesetzt

Es bleiben Zweifel bestehen, ob mit dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen wirklich alle Daten auf den Smartphones gelöscht werden.

Presseschau von Montag, dem 14. Januar 2013

Freitag wurde Mann gefaßt, der Mittwoch Discounter an Weserstraße überfallen haben soll

Von Sonntag 16 Uhr bis Montag 10 Uhr zehn Verkehrsunfälle aufgrund Glätte in Bad Oeynhausen

Nach dem Wintereinbruch der vergangenen Tage und dem Einsetzen des Schneefalls am Sonntagnachmittag, wurden von Sonntag, dem 13. Januar 2013 16 Uhr bis Montag, 14. Januar zehn Uhr der Polizei zehn Glätteunfälle, alle mit Blechschäden, in Bad Oeynhausen gemeldet – die häufigsten im Kreis Minden-Lübbecke mit insgesamt 38 Verkehrsunfällen.

Zustand der Rad- und Gehwege nach Schneefall in Bad Oeynhausen

Andreas Edler berichtet, daß nach dem Wintereinbruch die Eidinghausener Straße am Montagmorgen in Bad Oeynhausen gut geräumt und abgestreut war, viele Anwohner jedoch die Rad- und Gehwege nicht sorgfältig genug gesäubert hatten.

CVJM-Gruppen sammelten Samstag Weihnachtsbäume und Spenden

  • Neue Westfälische: »Her mit dem Baum« – CVJM sammelt Weihnachtsbäume ein / Spenden für guten Zweck; 2013-01-14

Sonntag kamen mehr als 800 Besucher zu den fünften Rücken- und Gesundheitstage im Autohaus Bollmeyer

  • Neue Westfälische: Muskeltraining im Autohaus – Hunderte Besucher informieren sich bei fünften Rücken-und Gesundheitstagen; 2013-01-14

Laienspielgruppe CVJM Bergkirchen führte Samstagabend Premiere von »Das alte Feuerwehrlied« im Theater im Park auf

Besuchsdienst der Kirchengemeinde Eidinghausen-Dehme wurde in Gottesdienst geehrt

45 ehrenamtliche Mitglieder führen im Jahr rund 500 Gemeindebesuche in Eidinghausen und Dehme durch, besonders alten, gebrechlichen oder behinderten Menschen.

Kosmetikseminar für Krebspatientinnen am 24. Januar in der Klinik Bad Oexen

Löhne: Volkshochschule feierte zehnjähriges Bestehen

In zehn Jahren haben 70000 Teilnehmer an 6000 Kursen 100000 Unterrichtsstunden belegt.

Porta Westfalica-Nammen: Fachwerkhaus und zwei Autos in der Nacht ausgebrannt, Brandstiftung wahrscheinlich – versuchtes Tötungsdelikt

Hille: Sonntagabend landete Dieseldieb mit seinem Auto bei Glätte im Straßengraben, flüchtete zu Fuß

Winterdienst in Herford hatte nicht mit Schnee und Eis gerechnet

Winterdienst in Herford hatte nicht mit Schnee und Eis gerechnet – Ein Kommentar

O Herford! O Schnee! O Eis! O weh!

Es ist Mitte Januar, der Deutsche Wetterdienst informierte eine Woche lang in seinen für jedermann abonnierbaren Newslettern (Unternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen haben da noch umfangreichere Informationsmöglichkeiten), daß am vergangenen Wochenende die Temperaturen fallen und der Winter zurückkehren wird. Wer bitte rechnet da schon mit Schnee und Eis?

Die für den Winterdienst in Herford zuständige SWK nicht. So gab es am Montagmorgen ein Verkehrschaos in und um Herford. Rettungsdienste hatten Mühe, durch volle und glatte Straßen zu kommen. Um das Fiasko für die SWK perfekt zu machen, landete ein Räumfahrzeug wegen glatter Fahrbahn der B239 im Graben.

Aber war der Wintereinbruch mit Schnee und Eis so überraschend? Wohl kaum. Auch wenn angeblich drei Wetterdienste unabhängig voneinander nur geringen Schneefall vorhergesagt hatten, so ist doch bekannt, wie ungenau Wetterprognosen sind. Man muß im Winter, bei solchen Temperaturen doch damit rechnen und vorbereitet sein.

In Bad Oeynhausen waren die Temperaturen schon ein paar Tage vor dem Wochenende unter null Grad Celsius. Und am Sonntagnachmittag begann es zu schneien (bis Mitternacht waren es etwa zwei Zentimeter). Spätestens dann muß doch klar sein, daß der Schnee liegen bleiben wird.

Und dann gibt es bei der SWK keine ständige Rufbereitschaft, diese sei zu teuer. In Zeiten von Mobiltelefonen, SMS, E-Mail sollte es doch möglich sein, Menschen kurzfristig zu informieren – auch an einem Sonntagabend. Das muß man natürlich vorher vorbereitet und abgesprochen und die Einsatzpläne in der Schublade liegen haben. Hatte man in diesem Fall nicht, es ging erst mit dem normalen Dienstbeginn um sechs Uhr morgens los. Die Folge war ein Verkehrschaos bei nur vielleicht fünf Zentimeter Schnee – wie an so vielen Orten in so vielen Wintern. Die Räum- und Streufahrzeuge standen mit dem Berufsverkehr im Stau.

Dieser Kommentar und dieser Wintereinbruch haben nun die SWK Herford getroffen. Aber eigentlich richtet er sich an jeden: Es ist Winter, da sollen Schnee und Eis durchaus schonmal vorkommen. Wetterprognosen sind ungenau. Man muß eben vorbereitet und flexibel sein.